Bericht: Ingolstadt – MSV (1:1)

Punktgewinn mit bitterem Beigeschmack

Fast schon grandiose 7 Punkte aus den letzten 3 Begegnungen konnten unsere Zebras zuletzt sammeln. Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.
Üblicherweise, wenn es in Richtung Saisonende geht, kommt es zu den Partien, in denen man gerne von den „alles entscheidenden Spielen“ gegen direkte Konkurrenten spricht.
Am 28. Spieltag fand eben eines dieser Spiele für uns statt. Die Reise sollte an diesem Sonntag nach Ingolstadt gehen. So machten sich in aller Herrgottsfrühe um die 400 Ruhrpottkanacken auf den Weg in Richtung Audistadt. Gegen 11h fuhren bereits die ersten Busse mit bester Laune ein, ehe nur wenig später der Gästeblock mal wieder sehr ansehnlich beflaggt wurde.
Zum Intro gab es heute eine kleine Papptafelchoreo mit passendem Banner vorm Zaun:
„Auf geht´s MSV!“

Von der ersten Minute an übernahm nicht nur der Gästeblock akustisch das Kommando, sondern auch die 11 Mann in blau-weiß auf dem Rasen kontrollierten das Geschehen. Hinten diesmal sehr stabil, vorne mit der ein oder anderen guten Tormöglichkeit (u.a. Pfostenschuss durch Pliatsikas in Minute 35.), doch zur Halbzeit blieb es beim torlosen Remis.
In Halbzeit 2 dann das gleiche Bild. Der Gastgeber aus Ingolstadt beschränkte sich weiter aufs Kontern und Meiderich versuchte in Führung zu gehen.
Als in Minute 54 ein Freistoß für unsere Kicker in aussichtsreicher Position gepfiffen wurde, rechneten nur die aller wenigsten mit einem Treffer, da sich unsere Standardsituationen seit Monaten eher auf Kreisliganiveau einpendeln. Doch auch beim MSV geschehen manchmal Wunder…
Tor nach einem Freistoß durch Bruno Soares, 1:0 für uns! Dem exzessiven Torjubel folgte eine kleine aber feine Pyroeinlage, ehe direkt im Anschluss das Zittern folgte. Jedem war bewusst, wie eminent wichtig ein Sieg hier und heute wäre.
Doch leider hatte der Treffer einen „Hallo-Wach-Effekt“ auf die Bayern, welche im Anschluss tatsächlich was nach vorne veranstalteten und in Minute 82 (natürlich!) durch Ex-Zebra Schäffler auch noch ausgleichen konnten.
Hängende Köpfe im Gästeblock, das waren 2 verschenkte Punkte!

Die Stimmung wusste bis zum Gegentor auf unserer Seite phasenweise voll zu überzeugen. So hallten der Schreck von Niederrhein oder die üblichen Gassenhauer mit guter Lautstärke durch den Audi Kommerztempel.
Von der Ingolstädter Südtribüne kam wie gewohnt wenig bis garnichts.

Am kommenden Ostersamstag gastiert der Tabellenführer aus Frankfurt an der Wedau. Ein voller Gästesektor ist garantiert. Hoffen wir auf ein ebenfalls zahlreiches Erscheinen unserer Anhänger, die Mannschaft kann gerade jetzt jeden auf den Tribünen gebrauchen!

Duisburg, raff dich auf! Raus ins Wedaustadion!