Bericht: Stuttgarter Kickers – MSV (4:2)

Zebras erleben Debakel auf der Waldau

Nach dem ziemlich kläglichen Auftritt in Osnabrück erhofften sich alle Duisburger eine Leistungssteigerung im Spitzenspiel bei den Stuttgarter Kickers. Was sich dann in den ersten 60 Minuten der Partie abspielte, grenzte an einen absoluten Offenbarungseid. In der 60. Minute stand es bereits 4:0 (!) für die Gastgeber. In den letzten 3 Auswärtspartien kassierten die Zebras 9 Gegentore. Dabei kann diesmal nicht nur die neuformierte „Innenverteidigung“ als Entschuldigung herhalten. Die Körpersprache stimmte zuletzt auswärts nicht. Die Ergebniskosmetik durch Dauschs Doppelpack zum 2:4 Endstand täuschte nicht über den Eindruck hinweg, dass einige Spieler den Ernst der Lage nicht verinnerlicht haben. Von Schuldzuweisungen an den Trainer wollen wir uns zunächst distanzieren. Fakt ist aber, dass der Abstand auf einen Aufstiegs- oder Relegationsplatz immer größer wird und es bald soweit sein kann, dass man das Rennen um den Aufstieg abschreiben muss. Solange rechnerisch noch was möglich ist, sollte man jedoch an dieses Ziel weiter festhalten.

Das einzig Positive an diesem Samstagnachmittag waren die knapp 600 mitgereisten Blau-Weißen. Das Spiel wurde seitens Kohorte mit einer schlichten, aber schön anzusehenden Choreo eingeläutet. Anschließend konnte man den bisher besten Auftritt auf der Waldau verbuchen, da beide Gruppen erstmals geschlossen im überdachten Stehbereich abgingen. Nach dem 4:0 waren wir eher damit beschäftigt, unsere Brüder vor den Toren abzufeiern.
Gegen alle Stadionverbote!

Noch ein Wort zu den Vereinsoffiziellen der Kickers: Wenn man sich schon in seinem offiziellen Stadionheft in der Gegnervorstellung über die gegnerische Fanszene äußert, sollte man dies nur machen, wenn eindeutige und richtige Informationen vorliegen. Jahre alte Texte von irgendwelchen Berichterstattungen kopieren, die damals schon nicht der Wahrheit entsprachen und heute sehr an Rufmord gegenüber unserer Gruppe grenzen, sollte nicht der Anspruch einer Stadionzeitschrift sein! Von daher unser Rat für Euch:
Erst informieren, dann schreiben!