Bericht: MSV vs. VFL Bochum (0:0)

Nullnummer und stürmische Weihnachtsstimmung an der Wedau

In der Woche vor dem Saisonabschluss daheim gegen den VfL aus Bochum stand ein Thema besonders im Fokus der aktiven Szene: Die öffentlichen Äußerungen unseres Geschäftsführers verbunden mit dem Aufruf des Vereins, dass andere MSV Fans doch bitte schön Bildmaterial oder sonstige Infos zu den „Pyrotätern“ von Kaiserslautern dem Verein zur Verfügung stellen sollen. Seit mehreren Monaten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, hat man nichts anderes zu tun, als eine öffentliche Debatte auf dem Rücken der eigenen Fans auszutragen, um vom eigenen Versagen von Mannschaft und sportlicher Leitung abzulenken. Pfui, MSV!
Wir nahmen dieses Verhalten zum Anlass, beim Spiel gegen den VfL unser gesamtes Fahnenmaterial zu Hause zu lassen und stattdessen mit einem Protestbanner unsere Position mit einem eindeutigen Statement zu unterstreichen. Dazu zeigten wir über das Spiel verteilt diverse Spruchbänder, die auf diese Thematik hinwiesen. Konsequenterweise beteiligten wir uns auch nicht an der Choreografie, die zu Beginn des Spiels im Unterrang der Nordkurve gezeigt wurde. Mit dem Mittragen der Choreo hätte man den zuvor beschlossenen Gruppenkonsens und die Positionierung zum o.g. Thema schlichtweg mit Füßen getreten!

Fußball wurde aber auch noch gespielt. 22.351 Zuschauer strömten ins Wedaustadion, um das von Medien oft zitierte „Derby“ gegen die Bochumer zu verfolgen. Für uns ist und bleibt das Spiel gegen den VfL kein „Derby“, sondern schlichtweg ein Nachbarschaftsduell. Der MSV war von Beginn an bemüht, nach den zwei zuletzt bitteren Auswärtspleiten das Heft in die Hand zu nehmen. Doch wie so häufig fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz und Qualität, was sich bis zur 90. Minute durchzog. Einsatz und Wille waren da, aber man steht eben nicht umsonst da, wo man sich seit Beginn der Saison aufhält. Die Gäste zeigten keine gute Leistung und konnten über das mangelnde Offensivvermögen der Meidericher nur froh sein.
Am Ende verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem torlosen Remis in die lange Winterpause. Ein Remis, welches den Gästen wohl mehr hilft als uns.

Die Kulisse im Wedaustadion wusste zum Jahresabschluss noch mal zu überzeugen. Die knapp 4.000 angereisten Gäste aus Bochum eröffneten das Spiel im Stehsektor mit einer optisch sehr schön anzuschauenden Aktion und konnten sich im Laufe des Spiels auch das eine oder andere Mal bei uns in der Nord bemerkbar machen. Auf Seiten der Nordkurve gab es gute und schwache Momente, wobei vor allem in der ersten Hälfte zu viele ruhigere Phasen den Support prägten.

Uns bleibt nun an dieser Stelle noch all unseren Weggefährten ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016 zu wünschen! Stay proud!